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Kurven-Monitore

Was ist das

Ein Kurven-Monitor bewertet jeden Hub einer Maschine. Die Maschine liefert pro Hub eine Messkurve, zum Beispiel Kraft über Weg. WERKSPUR vergleicht die Kurve mit einer angelernten Hüllkurve und vergibt ein Urteil: „OK“, „NOK“ oder „Nicht bewertet“.

Die Kurve kommt auf einem von zwei Wegen. Entweder liest WERKSPUR sie bei jedem neuen Hub aus einem OPC-UA-Knoten, oder die Steuerung schickt sie selbst per HTTP. Ein Monitor kann beide Wege zugleich erlauben.

Sie finden die Monitore im Menü unter „Kurven-Monitore“. Nur Admins legen sie an. Pro Maschine gibt es höchstens einen Monitor.

Wann einsetzen

Anatomie der Definition

Mindestens einer der beiden Wege muss gesetzt sein, array_node oder push_secret.

Anlernen

Ein neuer Monitor ist „Nicht angelernt“. Er speichert jeden Hub, bewertet ihn aber noch nicht. Mit „Anlernen“ bilden Sie die Hüllkurve aus den jüngsten 50 Hüben. Dafür braucht der Monitor mindestens 40 gespeicherte Hübe.

Das Anlernen verwendet nur Hübe, die der Monitor in seiner jetzigen Form aufgezeichnet hat. Wenn Sie Maschine, Zähler-Bindung, Knoten oder Kurvenlänge ändern, verwirft WERKSPUR das Modell. Der Monitor ist dann wieder „Nicht angelernt“ und braucht 40 neue Hübe. So lernt er nie aus den Kurven eines anderen Signals.

Lernen Sie nur an, wenn die Maschine gerade gute Teile fertigt. Die Hüllkurve beschreibt, was der Monitor als normal ansieht.

Die Push-Schnittstelle

Eine Steuerung ohne OPC UA schickt die Kurve nach jedem Hub selbst:

curl -sS -X POST "$WERKSPUR/api/curves/press-1" \
  -H "Authorization: Bearer $PUSH_KENNWORT" \
  -H 'Content-Type: application/json' \
  -d '{"cycle_no": 48213, "samples": [0.0, 1.4, 3.9]}'

Der Pfad nennt die Maschine. cycle_no ist die Hubnummer der Steuerung, samples die Kurve in der vereinbarten Länge. Das Feld ts ist optional und nennt den Zeitpunkt des Hubs. Fehlt es, gilt die Empfangszeit. Die Antwort ist 202.

Ein Zeitstempel aus der Vergangenheit bleibt erhalten, denn eine Steuerung darf Hübe nach einem Netzausfall nachliefern. Liegt er mehr als eine Minute in der Zukunft, ersetzt WERKSPUR ihn durch die Empfangszeit. Der Request-Body darf höchstens 1 MiB groß sein.

Die Schnittstelle bleibt auch bei abgelaufener Lizenz offen. Mehr dazu steht unter Lizenzbetrieb.

Ergebnisse verwenden

Jeder Monitor legt zwei Telemetrie-Bindungen an seiner Maschine an: curve_nok_run zählt die NOK-Hübe in Folge, curve_nok_total alle NOK-Hübe. Beide stehen in Ansichten und in Triggern vom Typ signal zur Verfügung. Ein Trigger auf curve_nok_run >= 3 meldet zum Beispiel drei schlechte Hübe hintereinander.

Die gespeicherten Hübe folgen der Aufbewahrung der Telemetrie. Ohne andere Einstellung löscht WERKSPUR sie nach 90 Tagen.

Fallstricke